Aktuelles

17.09.2021 / Theaterförderverein

Mitglieder halten dem Theaterförderverein die Treue

Wenn alle Mitglieder des Fördervereins Theater Rudolstadt e.V. zur Mitgliederversammlung am 15. September erschienen wären, hätte der Platz im Löwensaal wohl nicht ausgereicht. Denn der Verein zählt aktuell 245 Mitglieder und Petra Rottschalk, die den Rechenschaftsbericht des Vorstandes vortrug, konnte voller Stolz betonen, dass die Mitgliederzahl seit Corona weitestgehend konstant geblieben sei. Dass zur ersten Mitgliederversammlung in Präsenz nur etwa 16 Prozent anwesend waren, ist das Los vieler Vereinsversammlungen und hat wohl auch noch etwas mit der längst nicht überstandenen Pandemie zu tun.

Zu Beginn der rund eineinhalbstündigern Zusammenkunft gedachten die Anwesende ihres vor fünf Monaten verstorbenen ersten und bis dato einzigen Vorsitzenden Matthias Biskupek. Er gehörte am 19.10.2006 zu den Gründungsmitgliedern des Theaterfördervereins. Biskupek und sein letztes Buch wurden im Juni im Schillergarten geehrt und das Theater plant im Umfeld seines 71. Geburtstages am 23. Oktober ebenfalls eine Veranstaltung.

Bevor Petra Rottschalk ihre Darlegungen begann, stellten Intendant und Geschäftsführer Steffen Mensching, Chefdramaturg Michael Kliefert und der neue Konzertdramaturg Ingo Lößer den Spiel- und Konzertplan 2021/22 vor. Diese Ausführungen haben schon Tradition und wurden auch diesmal von den Anwesenden mit großem Interesse und einigen Nachfragen aufgenommen. Natürlich sparte Mensching auch den Stand zum Umbau des Theaters nicht aus.

Der Vorstandsbericht umfasst coronabedingt die Jahre 2019 und 20. In ihm verwies die Vereinsspitze auf die wichtigsten Aktivitäten wie die Verleihung der »Caroline«, die 2019 an Johannes Geißer ging und 2020 an die Kostümwerkstatt wegen der Herstellung von damals sehr knappen Masken verliehen wurde.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Fördervereins war die Organisation von Ausstellungen im Obergeschoss der Theaterkasse. Immerhin zehn Sammlungen wurden 2019 und 20 gezeigt. Mit Eigenmitteln beteiligte sich der Verein auch an zwei großen Konzerten in der Stadtkirche Rudolstadt und der Johanneskirche Saalfeld, die hochrangige Solistinnen und Solisten, erstklassige Redner sowie die Thüringer Symphoniker und Oratorienchöre gestalteten.

Stark gemacht habe sich, so die Berichterstatterin, der Verein auch für eine bessere Entlohnung der Beschäftigten des Theaters. Auch wenn kein Flächentarif erreicht worden sei, konnten die Gehälter spürbar nach oben angeglichen werden.

Über die Ein- und Ausgaben des Vereins erstattete Schatzmeister Dr. Hartmut Franz sehr detailliert Bericht. Da es an seiner Arbeit keinerlei Beanstandungen durch die Kassenprüfer gab, erteilten die Anwesenden dem Vorstand Entlastung für die Jahre 19/20. Die Wahl eines neuen Vorsitzenden wird erst 2021 erfolgen. Bis dahin vertreten die beiden Stellvertreter Claudia Henniger und Hartmut Gerlach den Verein laut Satzung nach außen.

Nach einer kurzen Aussprache wurde die Versammlung beendet. Schon am Samstag sind Vereinsmitglieder wieder aktiv und unterstützen das Theater beim Fest zur Eröffnung des Spieljahres 2021/22.

Hartmut Gerlach


16.09.2021 / Aktuelles

Willkommen im Club: Schauspiel-Nachwuchs für den TheaterJugendClub gesucht!

Der TheaterJugendClub Rudolstadt beim theater tumult

»Im TheaterJugendClub feiern wir das Theaterspiel mit seiner Vielzahl an Möglichkeiten und Facetten. Hier habt ihr die Chance, die Bühne zu erobern und euch kreativ mit den verschiedensten Themen auseinanderzusetzen. Es wird diskutiert, geprobt und gelacht. Schaut, was in euch steckt!« Friederike Dumke ist unsere Theaterpädagogin am Theater Rudolstadt und freut sich immer über neue Gesichter.

In dieser Spielzeit wagt sich der Jugendclub an eine eigene Stückentwicklung, in der sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Identitätssuche auseinandersetzen können.

Gelegenheiten zum Kennenlernen

Zum Schnuppertag am 22.09.2021 kann man direkt einmal einen ersten Eindruck bekommen. Los geht’s um 16 Uhr im TITK in der Breitscheidstraße in Rudolstadt.

Außerdem ist es möglich, den TheaterJugendClub beim Theaterfest in Rudolstadt am Samstag (18.09.) oder beim Jugendevent am Kindertag (20.09.) im Saalfelder Schlosspark zu treffen. Beides startet ab 15 Uhr.

Der Jugendclub trifft sich ansonsten immer mittwochs und/oder donnerstags je nach Absprache von 16 bis 18:30 Uhr normalerweise im theater tumult, aktuell jedoch im TITK.

Weitere Infos sind auf unserer Webseite im Bereich der Theaterpädagogik zu finden. Interessierte können sich zudem gern direkt per Mail an Friederike Dumke wenden: theaterpaedagogik@theater-rudolstadt.de


16.09.2021 / Aktuelles

Zuschauerraum weicht für Neubau

Alter Zuschauerraum
Zuschauerhaus wird demnächst abgerissen
Alter Zuschauerraum nach Beginn der Entkernung

Wir werden entgegen ursprünglicher Pläne nicht nur ein neues Foyer bekommen, sondern auch einen neuen Zuschauerraum! Am vergangenen Montag, dem 13. September, wurde nach umfangreicher Vorbereitung bereits mit ersten Abrissarbeiten innerhalb des alten Gebäudes begonnen. Beide Vorhaben, Abriss des Zuschauerhauses und Neubau, hatten in den vergangenen Monaten zunächst zahlreiche Genehmigungsverfahren durchlaufen müssen und waren in letzter Instanz durch die Thüringer Staatskanzlei, das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, die Denkmalschutzbehörde und die Bauaufsicht des Landkreises bestätigt worden. Die Mehrkosten für den Neubau, der gegenüber einer Sanierung weitreichende Vorteile hat, belaufen sich auf rund 3 Mio. Euro. Das Bühnenhaus und der angrenzende Funktionsanbau bleiben wie geplant erhalten.

Grund für den Kurswechsel in Sachen Theatersanierung im Rahmen des Kulturellen Hilfsprogramms Hochwasser 2013 war eine umfangreiche Analyse der Bausubstanz im Zuschauerbereich des Großen Hauses durch das neue Planungsbüro Sigma Plan Weimar. Beteiligt waren neben dem Generalplaner die Architekten, Tragwerksplaner und weitere Fachingenieure aus den Bereichen Heizung, Klima, Sanitär, Elektro sowie Brandschutzgutachter. Gemeinsam kam man zu dem Ergebnis, dass Abriss und Neubau im Vergleich zur aufwendigen Sanierung nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch deutlich weniger risikobehaftet sein würden. Weitere Vorteile eines Neubaus liegen in den Bereichen Funktionalität und energetischer wie ökologischer Nachhaltigkeit.

In der ersten Abriss-Phase wird zunächst das Innere des Gebäudes entkernt. Die Theatersessel und einige Einbauten sind von unseren Mitarbeitern bereits ausgebaut und eingelagert worden. Im nächsten Schritt werden die Arbeiten dann auch äußerlich sichtbar. Eine technische Herausforderung stellt aktuell noch die statische Sicherung der an das Zuschauerhaus angrenzenden Außenwand des Bühnenhauses dar. Hier befinden sich mit Bühnenportal, Vorbühne und Orchestergraben Bereiche, die insgesamt erhalten werden sollen. Der komplette Neubau des bereits fertig gestellten Kellergeschosses des Umfassungsbaus ist vom Abbruch ebenso nicht betroffen.

Der Generalplaner Sigma Plan hat für das neu zu errichtende Zuschauerhaus bereits eine erste Entwurfsplanung vorgestellt. Aktuell wird das Projekt durch unsere Geschäftsführungen in den verschiedenen Abteilungen diskutiert. Neben den theatertechnischen Aspekten stehen die Bedürfnisse zukünftiger Besucherinnen und Besucher im Vordergrund. Ziel ist es, dem Publikum einen ansprechenden Theaterbesuch in einem moderneren wie stimmungsvollen Ambiente anbieten zu können.

Eine zusätzliche Verlängerung der Bauzeit ist nicht vorgesehen. Die Wiedereröffnung ist mit Beginn der Spielzeit 2023/24 geplant. Die kalkulierten Mehrkosten werden hälftig vom Land Thüringen und den regionalen Trägern, dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und die beiden Städte Rudolstadt und Saalfeld, übernommen. Wesentlicher Grund für diese Kostenerhöhung ist die erheblich verlängerte Bauzeit und die Entwicklung der Kosten im gesamten Bausektor.