Aktuelles

30.05.2024 / Vorgestellt

Vorgestellt: Manja Kammerer, Assistentin des Verwaltungsdirektors

Wer bist Du und wo arbeitest Du?
Ich bin Manja, 50 Jahre jung und seit 2018 Assistentin des Verwaltungsdirektors des Theaters, quasi seine rechte und linke Hand. Man kann auch sagen, ich bin Mädchen für alles. Über meinen Schreibtisch gehen sämtliche Papiere – Verträge, Rechnungen, die Post, Statistiken… Es gibt nichts, was ich nicht sehe!

Wie bist Du zum Theater Rudolstadt gekommen?
Mit 18 bin ich aus meiner Heimatstadt Saalfeld nach Bayern gegangen, habe eine Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellte gemacht und 25 Jahre lang in einer Kanzlei gearbeitet. Dann war Zeit für Veränderung, ich wollte etwas ganz Anderes machen und bin nach Thüringen zurückgekommen. Die Stellenausschreibung des Theaters Rudolstadt hat mich angesprochen, meine Vorgängerin war in den Ruhestand gegangen.

Was findest Du besonders spannend an Deiner Arbeit?
Dass ich Kontakt zu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Bereichen des Theaters habe. Das mag ich sehr, den Umgang mit meinen Mitstreitern.

In welchen anderen Theaterbereich würdest Du gern mal reinschnuppern?
Ich finde die Maske spannend. Das ist ganz viel Handwerk und weit mehr als nur schminken. Da werden die wildesten Frisuren gezaubert und Gesichter total verändert. Eher Unscheinbares kann sich für eine Rolle in etwas ganz Besonderes verwandeln.

Wie würden Dich Deine Kolleginnen und Kollegen beschreiben?
Ich habe schon oft gehört, dass ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe. Das stimmt, bei Ungerechtigkeiten platzt mir der Kragen. Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch und lege großen Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander.

Konzert oder Schauspiel?
Da lege ich mich nicht fest. Ich picke mir sowohl bei Konzerten und als auch beim Schauspiel das heraus, was ich mag, und folge auch Empfehlungen.

Komödie oder Tragödie?
Eindeutig Komödie! Das Leben ist tragisch genug. Ich schrecke auch vor Tragödien nicht zurück, aber grundsätzlich mag ich die heitere Unterhaltung.

Was ist Dein Lieblingsort im Theater?
Meine kleine, versteckte Ecke in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Erdgeschoss-Büro im Schminkkasten …

Wie verbringst Du Deine Freizeit?
Mit meinem Partner lebe ich in Kirchhasel auf einem großen Grundstück mit Garten, Gewächshaus, einem Hund und zwei Katzen. Ich baue Gemüse an und zupfe gern mit Zigarette und Kaffeetasse in der Hand Unkraut. Wir verbringen auch gern Freizeit an unserer Hütte an einem Forellenteich und sind mit dem Camper auf Reisen.

Du hast drei Wünsche frei – wie im Märchen …
Ich bin ein realistischer Typ und sage, man muss etwas für sein Glück tun. Im Moment bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, mir geht es gut. Ich wünsche mir, dass alles in meinem Privat- und Arbeitsleben so bleibt, wie es ist.


16.05.2024 / Vorgestellt

Vorgestellt: Ingo Lößer, Konzertdramaturg

Wer bist Du und wo arbeitest Du?
Ich bin Ingo, 31 Jahre alt und arbeite in der Konzertdramaturgie. Ursprünglich komme ich aus Unterfranken, aus einem kleinen Dorf in der Rhön. Nach meinem Schulmusik-Studium an der Weimarer Hochschule für Musik »Franz Liszt« bin ich hier geblieben.

Wie bist Du zum Theater Rudolstadt gekommen?
Ich war Musiklehrer an einem Erfurter Gymnasium, habe dort auch schon während meines Studiums unterrichtet und danach ein Referendariat gemacht. Über die Jahre habe ich aber gemerkt, dass mir die Vorstellung, 40 Jahre lang in diesem Job zu arbeiten, Angst macht. Im Frühjahr 2021 – mitten in der Corona-Pandemie – las ich die Ausschreibung des Theaters Rudolstadt: Konzertdramaturg gesucht. Das passte irgendwie, ich wollte neue Dinge lernen und das Theater ließ sich auf einen Schulmusiker ein.

Was findest Du besonders spannend an Deiner Arbeit?
Die Vielfältigkeit. Ich genieße es sehr, dass ich unglaublich viel Raum habe, Projekte umzusetzen. Ich kann mir meine Arbeit frei einteilen und es wird nie langweilig. Das reicht vom Konzipieren von Kinderliederkonzerten über Komponier-Workshops für Jugendliche bis hin zu anregenden Diskussionen zu Stücken für die Thüringer Symphoniker. Da gibt es keine ausgetretenen Pfade, wir schauen über den Tellerrand, damit sich unsere Konzertsaison von der der anderen Thüringer Orchester unterscheidet.

In welchen anderen Theaterbereich würdest Du gern mal reinschnuppern?
Da ich Musik studiert habe, bin ich natürlich dem Orchester sehr verbunden. Ich würde sehr gern tiefer in das Musiktheater eintauchen, aber das gibt es hier am Theater Rudolstadt nicht. Ansonsten finde ich den Bereich Bühnenbild total spannend. Auch wenn ich handwerklich nicht der Begabteste bin, so werkele ich doch gerne oder versuche es zumindest.

Wie würden Dich Deine Kolleginnen und Kollegen beschreiben?
Das weiß ich nicht. Aber ich würde mir wünschen, dass ich als offener und freundlicher Mensch wahrgenommen werde. Und als jemand, der bereit ist, sich für Ideen einzusetzen.

Konzert oder Schauspiel?
Naja, Konzert auf jedem Fall! Was nicht heißt, dass ich mir nicht auch einmal ein Schauspiel ansehe. Aber wenn ich wählen muss, dann bin ich immer für Konzert.

Komödie oder Tragödie?
Tragödie, weil die mich emotional leichter und schneller anspricht. Wenn Komödie, dann muss sie fabelhaft gut gemacht sein.

Was ist Dein Lieblingsort im Theater?
Generell bin ich furchtbar gern hinter der Bühne, egal hinter welcher. Mich fasziniert zu erleben, welche Energie dort herrscht. Kurz vor Konzerten, wenn sich die Thüringer Symphoniker einspielen, sitze ich gern in einer Ecke am Bühnenrand, da kann ich die Spannung im Raum regelrecht atmen.

Wie verbringst Du Deine Freizeit?
Bei mir gehen Freizeit und Beruf Hand in Hand. In Weimar darf ich als Dirigent ein Laienorchester leiten. Ich spiele gern Klavier, von der Klarinette habe ich mich im Guten getrennt. Ich wandere und bin gern in der Natur, allerdings viel zu selten.

Du hast drei Wünsche frei – wie im Märchen…
Ich wünsche mir ein bisschen mehr Heiterkeit in der Welt und in unserer Gesellschaft. Wir sollten uns mehr darauf besinnen, was Gemeinschaft bedeutet und auch zulässt. Heiterkeit sollte über die Verbitterung siegen. Für mich wünsche ich mir, dass ich es schaffe, in musikalischen Dingen meine kindliche Neugier zu behalten und mich nicht von der Fülle im Beruf überfahren zu lassen. Und schließlich wünsche ich mir endlich wieder einmal einen richtigen Winter mit ganz viel Schnee, wie ich ihn aus der Rhön kenne!


15.05.2024 / Theaterförderverein

Theaterförderverein mit stabiler Mitgliederzahl

Gut besucht war die Mitgliederversammlung des Fördervereins Theater Rudolstadt e.V. am Dienstagabend (14.05.24). 65 Mitglieder hatten den Weg in den »Schminkkasten« gefunden. Sie hörten zunächst den Jahresbericht 2023. Den erstattete Dr. Thomas Krönert, der Vereinsvorsitzende.

Er sprach in seinem gut 20 Minuten dauernden Beitrag davon, dass der Verein ein lebender sei. Das sehe man an auch an der Mitgliederzahl, die mit 241 stabil ist. Fünf Mal habe sich der Vorstand, dem neben Dr. Krönert, Hartmut Gerlach (1. stellvertretender Vorsitzender), Claudia Henniger (2. stellvertretende Vorsitzende), Dr. Hartmut Franz (Schatzmeister), Petra Rottschalk (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Heidemarie Förster-Stahl und Dr. Thomas Gütter angehören, getroffen. Immer wieder fasste die Vereinsleitung auf der Grundlage entsprechender Anträge Beschlüsse zur finanziellen Unterstützung des Besuchs von Kindern und Jugendlichen aus Kindergärten und Schulen. Außerdem hat er drei Ausstellungen in der Rudolstädter KulTourDiele mit organisiert. Erfreut zeigte sich der Redner darüber, dass das Haus, das wahrscheinlich im Januar nach achtjähriger Übergangszeit im Deutschen Krug wieder eröffnet, den Namen Schiller-Theater tragen wird.

»Unser Verein wird auch überregional wahrgenommen. So wurden wir 2023 Thüringer Kulturförderverein des Monats September«, betonte Krönert. Damals begründete die Jury ihre Entscheidung so: »Mit dem Förderverein Theater Rudolstadt wird exemplarisch ein Verein ausgezeichnet, der mit seinem hervorragenden ehrenamtlichen Engagement dazu beiträgt, Theater als kulturelle Zentren in ihrer Region zu stärken und zu vernetzen.« In der Gesamtwertung dieses Wettbewerbs belegte der Verein den 3. Platz im Freistaat.

Dr. Thomas Krönert benannte auch die Vorhaben für 2024. Hier steht die Förderung der Theaterbesuche von jungen Leuten weiterhin ganz oben. Beteiligen wird sich der Verein auch der Ausgestaltung des Foyers im neuen Haus. Bald wird die »Caroline«, der Preis für die beste schauspielerische Leistung, vergeben. Dazu haben die Vereinsmitglieder bis zum 24.05.24 Zeit, um ihr Votum abzugeben. Gern kann man sich auch am Theaterfest zur Spielzeiteröffnung am 1. September in den Bauernhäusern beteiligen. Hier sind Kuchen erwünscht.

Im Anschluss stellte Schatzmeister Dr. Hartmut Franz in einem Zahlwerk die Ein – und Ausgaben dar. Dass dies alles seine Ordnung hat, zeigte der Bericht der Kassenprüfer. Matthias Moersch, einer der beiden Kontrolleure der Haushaltspolitik des Fördervereins, sprach dem Schatzmeister ein großes Lob für seine präzise Arbeit aus und hatte nur zwei ganz kleine Hinweise anzumerken. Verständlich, dass die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 einstimmig erfolgte.

Zu einem Höhepunkt der Versammlung gestaltete sich auch diesmal erwartungsgemäß die Vorstellung des Spiel – und Konzertplanes 2024/25 durch Steffen Mensching (Intendant und Geschäftsführer), Michael Kliefert (Chefdramaturg) und Oliver Weder (Chefdirigent). Zwar hat es dazu bereits eine Pressekonferenz gegeben – die OTZ berichtete – aber natürlich konnte die Theaterspitze die Theaterstücke und Konzerte sehr viel ausführlicher vorstellen, als das in einem Printmedium möglich ist.

Das Fazit der Anwesenden: Die Vorfreude auf die neue Spielzeit ist groß und die Ausführungen der Theatermacher haben neugierig gemacht. In zwei Wochen wird es dann auch das Theaterheft geben. Alle hoffen natürlich, dass die Wiedereröffnung des Hauses am alten Standort termingerecht erfolgen kann. Das werde man wohl erst im September genau wissen, sagte Mensching.

Nach eineinhalb Stunden beendete der Verssammlungsleiter die Zusammenkunft im »Schminkkasten«.

von Hartmut Gerlach