Aktuelles

06.07.2020 / Aktuelles, Theaterförderverein

Preisverleihung der »Caroline« 2020 findet ungeteilte Zustimmung

Josefine Schorcht (Obergewandmeisterin), Sandra Heyer, Doreen Freyer und Gerit Franke

Keine Frage: Im Jahr 2020 ist alles anders. Das betrifft auch das Theater Rudolstadt und seinen Förderverein. Denn Letzterer geriet ob des coronabedingten Abbruchs der Spielzeit 2019/20 in Nöten, was die Verleihung der 14. »Caroline«, den Preis für die beste schauspielerische Leistung, betraf.

Doch dann kam ein Vorschlag aus dem Theater, der den Fördervereinsvorstand um seinen Vorsitzenden Matthias Biskupek überzeugte. »Das Schöne an der Wahl ist, niemand, kein Schauspieler, keine Schauspielerin, wird von einer Fehlentscheidung sprechen«,  begründete Theaterintendant Steffen Mensching in seiner gewohnt launigen Laudatio die Entscheidung für die »Caroline«.

Sie erhielt 2020 die Theater-Schneiderwerkstatt unter Leitung der Obergewandmeisterin Josefine Schorcht. Vier der sechs Mitarbeiterinnen – es fehlten nur Andrea Lützkendorf und Carmen Rüdiger – konnten den von Kati Zorn (Cursdorf) gefertigten Preis nach der letzten Aufführung von »Hoppla, jetzt komm ich« am Sonntagabend auf der Freilichtbühne Heidecksburg unter langem Beifall entgegen nehmen. Ihn überreichten Carsten Sprenger, Vorstand der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, die auch diesmal die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte, sowie die Fördervereinsvorstände Claudia Henniger und Hartmut Gerlach.

Warum die Auszeichnung an die Schneiderwerkstatt ging, erklärte Mensching in seiner Laudatio: »Sie hat, selbstlos und engagiert, unterstützt von vielen Helferinnen aus anderen Abteilungen, tausende Mund-Nase-Bedeckungen für unsere Stadt, unseren Landkreis genäht, als großer Mangel und nicht geringere Unruhe herrschte. Damit hat sie der Öffentlichkeit gezeigt, was in unserem Betreib seit Jahren jeder weiß: hier arbeiten sechs auf einen Streich, freundlich, verantwortungsbewusst, hoch professionell und dabei stets bescheiden dafür, dass andere immer und überall extravagant und elegant angezogen sind und glänzen können.« Und weiter heißt es bei Mensching: »Ihr beweist im Alltag, was Schiller von der Zukunft erträumt: wir können viel, wenn wir zusammenstehen, im Krisenfall sogar Masken bzw. Mund-Nase-Bedeckungen.«

Und nun hofft man sowohl im Theater als auch im Förderverein, dass die Spielzeit 2020/21, die am 5. September mit einem Platzkonzert am Nachmittag und dem Manfred-Krug-Liederabend »Du bist heute wie neu« am Abend beginnen soll, wieder eine ganz normale wird.


27.06.2020 / Allgemein

Chefdirigent Oliver Weder zu Gast in der Zukunftswerkstatt von MDR Kultur

Abgesagte Konzerte, zum Erliegen gekommener Probenbetrieb – die Corona-Krise hat auch die Thüringer Symphoniker stark ausgebremst. Wie es nach dem Lockdown weitergehen kann, welche Impulse für einen Neustart in der Musiklandschaft Mitteldeutschlands nötig sind, das diskutiert Chefdirigent Oliver Weder zusammen mit anderen Experten am Dienstag, dem 30. Juni, ab 18 Uhr in der digitalen Zukunftswerkstatt Orchester von MDR Kultur. Gesendet wird das Gespräch aus dem Leipziger Orchesterprobensaal von MDR Klassik per Livestream auf der Internetseite und über Facebook. Es moderiert MDR-Klassik-Chefin Angela Kaiser.


24.06.2020 / Allgemein

Meininger Hof wird Hauptspielstätte der Thüringer Symphoniker

Angesichts steigender Besucherzahlen und hervorragender Akustik war es mehr oder weniger nur noch eine Frage der Zeit: Die Thüringer Symphoniker verlegen ihren Hauptstandort in den Meininger Hof Saalfeld. Auch nach der Sanierung des Großen Hauses werden also die Sinfoniekonzerte dort bleiben. Diese als »Meilenstein« begrüßte Übereinkunft mit der Stadt Saalfeld ermöglicht unserem Orchester nicht nur hervorragende Auftrittsbedingungen, sondern auch große Erleichterungen im Probenalltag. Denn von nun an werden die Symphoniker mehrmals im Jahr für jeweils eine Woche dort ihre Sinfoniekonzerte einstudieren können. Aus Erfahrung weiß man, dass ein sehr guter Saal auch das Potential für die Qualitätsentwicklung eines Klangkörpers mit sich bringt – je besser der Saal, umso besser die Musiker. Der Einfluss auf die Programmplanung der Sinfoniekonzerte ist erheblich: Auf der großen Bühne können weitaus opulenter besetzte Werke erklingen als auf der vergleichsweise kleinen Bühne im Rudolstädter Haus. Insofern dürfte sich das Konzertpublikum – auch das Rudolstädter – über diese Entscheidung freuen, dank derer ein Stück weit jener kulturelle Reichtum nach Saalfeld zurückkehrt, welchen die Stadt mit ihrem Orchester vor der Fusion einst besaß.