Förderverein

Was wir wollen

Die Region Rudolstadt-Saalfeld besitzt ein leistungsfähiges Theaterensemble, das Schauspiel und Konzert, Oper und Klubprogramme, Musical, Kinder- und Jugendtheater für die Region und in der Region produziert.

Um dieses Theater zu unterstützen, gibt es den »Förderverein Theater Rudolstadt e.V.« Er will Lebendigkeit und Kunstfreundlichkeit in unseren Städten und Dörfern erhalten und ausbauen, mit Ideen, Vorschlägen und materieller Unterstützung. Der Verein will auch für die Zukunft ein Zeichen setzen: Theater und Orchester sind lebens- und liebenswerte Bestandteile unserer gewachsenen und einmaligen Kulturlandschaft. Wenn Sie etwas dafür tun wollen, helfen Sie uns mit Ihren Anregungen und Vorschlägen – und treten Sie unserem Verein bei.

Vorstand des Fördervereins
Theater Rudolstadt e. V.

Kontakt:
Theater Rudolstadt Förderverein
Anger 1
07407 Rudolstadt
E-Mail: foerderverein@theater-rudolstadt.de


Aktuelles


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Mitglieder


Satzung

Ausstellungen

Über der Theaterkasse gibt es nach Schließung der einstigen Cotta-Galerie seit 1993 den Ausstellungsraum »KulTourDiele«. Als dieser geschlossen und das Haus verkauft werden sollte, übernahm der Förderverein als Rudolstädter Kunstverein die Verantwortung, zahlt Miete und bietet dort bis zu acht Ausstellungen pro Jahr. Sie sollen theatrale Ereignisse begleiten, geschichtliche Ereignisse am Theater würdigen, Künstlern der Region einen Raum bieten oder gelegentlich international bekannte Maler, Grafiker und Bildhauer präsentieren. Die Ausstellungseröffnungen bieten nicht zu lange Reden, musikalische Leckerbissen, kurzweiligen Austausch, Getränke und kleine Speisen. Ein Galeriebeirat wählt die Ausstellungen verantwortungsvoll aus.

Menschen und Länder – Irland: Ethna O‘Regan: After Magdalena

Die Magdalen Laundries (auf Deutsch: Magdalenen-Wäschereien) waren berühmt-berüchtigte Einrichtungen, die von der katholischen Kirche ab dem 19. Jahrhundert in Irland und darüber hinaus in den meisten europäischen Ländern unterhalten wurden. Allerdings blieben sie nur in Irland bis in die 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb. Als Heime für so genannte »gefallene Frauen« dienten sie der Unterbringung von hunderten von Mädchen, die als unmoralisch oder verwahrlost angesehen wurden – unverheiratete Schwangere oder Frauen, die ihre Schwangerschaften geheim gehalten und ihre Babys bei der Geburt verloren hatten.
O’Regan will mit ihren Fotografien stillgelegter Magdalenen-Wäschereien auf der einen Seite die Grausamkeit und Brutalität der Mächtigen gegenüber den Machtlosen dokumentieren und auf der anderen Seite eine Art Begegnungsprozess in Gang setzen. Sie will die allmählich verblassenden Erinnerungen in einen Prozess aktiven Erinnerns umwandeln, und damit den Frauen etwas wiedergeben, von der Würde und Menschlichkeit, die ihnen von der bigotten katholischen Kirche gestohlen worden ist.

Ausstellungseröffnung: 05.11.2021, 17 Uhr

Ethna O’Regan (1971, Galway) erwarb ihren B.A. in Fotografie am Dublin Institute of Photography (jetzt TU) in Irland. Ihre erste Einzelausstellung hatte sie 2009 in der m3 Kunsthalle Berlin und stellte auch im Goethe-Institut, Dublin, als Teil von »New Irish Works« im Rahmen des PhotoIreland Festivals 2013 aus. Sie hat Fotoserien in Irland, Amerika, Deutschland und der Ukraine produziert und diese international ausgestellt. O’Regan wurde für den Berliner Kunstpreis 2014, den EI Award Braga 2015, die Shortlist des Athens Photo Festival 2015, 2016 und 2020 und die Shortlist von Eva International, Irland 2016 nominiert. Ihr erstes Fotobuch »Beyond Reach« ist im Oktober 2019 im Kehrer Verlag erschienen.

Fr, 05.11.2021 bis Sa, 04.12.2021
KulTourDiele


Walter Sachs, Weimar: Engel divers

Weiland waren Engel als Jahresendflügelfiguren bekannt. Erzengel strafen mit Feuer und Schwert, andere schweben grazil als Reigen über einer »Mystischen Geburt Christi«, und pausbäckige Kleinkindenglein versüßen eine »Sixtinische Madonna« oder sie spielen diverse Instrumente. Im Engelausweis könnte männlich, weiblich oder divers stehen. Sie arbeiten multifunktional auf Friedhöfen, in Kirchen, in Varietés usw. nur in Parlamenten bitte nicht!
In der Politik ist für sie kein Platz, gar wenn sie nur einen Flügel haben und als falsche Könige auf Trampeltieren mit einem Höcke daherkommen, also auf Dromedaren. Die Tiere sind klüger als ihre Reiter, die meist so dünkelhaften Schwachsinn in die Welt posaunen, dass sich das Jesulein in der Krippe umdrehen und die Ohren zuhalten würde.

Engel divers
Die Engel schwirren rings im Kreis
Ob Bub ob Mädel ob dazwischen
Der gottbefohlene Tattergreis
Er mag getrost im Trüben fischen

Kamele nennt man Höckertier
Mit einem Höcke Dromedar
Das Trampeltier kann nichts dafür
Wenn der drauf saß ein Lügner war

Dank dem Kamel aus Morgenlanden
Und einem Stern mit langem Schweif
Drei Könige die Krippe fanden
So meine ich die Zeit ist reif

Denn Engel haben stets zwei Flügel
Ein einzelner fliegt nur im Kreis
Von Nutzen wären Peitsch und Zügel
Um fortzujagen diesen Scheiß

Ausstellungseröffnung: 10.12.2021, 18 Uhr

Fr, 10.12.2021 bis So, 16.01.2022
KulTourDiele

Theaterpreis »Caroline«

Weitere Preisträger


2019 Johannes Geißer


2018 Markus Seidensticker


2017 Marcus Ostberg


2016 Lisa Klabunde


2015 Matthias Winde


2014 Markus Seidensticker


2013 Hans Burkia


2012 Benjamin Griebel


2011 Marcus Ostberg


2010 Anne Kies


2009 Simon Keel


2008 Verena Blankenburg


2007 Gabriel Kemmether