Aktuelles

19.12.2019 / Allgemein

Bescherung am Theater Rudolstadt

Foto © René Stoof

Zur vorzeitigen Bescherung kam es heute im Theater im Stadthaus. Die Saalgärten Rudolstadt können sich über 240 € freuen, welche am »Give Back Friday« zusammenkamen. Auch beim Theaterfest und bei »MMM -Was bin ich?« haben Sie fleißig gespendet. So konnten durch unseren Intendanten Steffen Mensching und Verwaltungsdirektor Mathias Moersch ganze
1000 € an die Saalfelder Tafel übergeben werden.

Wir danken allen Spendern für Ihre Unterstützung!


04.12.2019 / Allgemein

Intendant Steffen Mensching erhielt Erich-Fried-Preis

Robert Schindel, Steffen Mensching, Jürgen Meindl (Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt Österreich), Christoph Hein (Laudator)

Am 1. Dezember 2019 bekam Steffen Mensching in Wien den Erich-Fried-Preis für seinen vielbeachteten Roman »Schermanns Augen« überreicht. Christoph Hein begründete seine Entscheidung wie folgt: »Mit seinem Roman Schermanns Augen gelang es Steffen Mensching, einen Roman zu schreiben, der die erste Häfte des zwanzigsten Jahrhunderts erfasst und genauesten zu benennen vermag.  […] Und wenn sich dem Leser des umfänglichen Romans sukzessiv dessen Konstruktion erschließt, entsteht eine weitere und völlig andere Spannung. Unwillkürlich fragt man sich bei der Lektüre, ob der kühne und aberwitzige Einfall den riesigen Roman zu tragen imstande ist. […] Es ist nicht weniger als ein Jahrhundertroman.«

Der Erich-Fried-Preis wird seit 1990 vom Bundeskanzleramt Österreichs gestiftet und durch die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache vergeben.


06.11.2019 / Allgemein

Festkonzert zum Mauerfalljubliäum

v.l.n.r.: Oliver Weder, Katja Bettenhausen, Andreas Marquardt - Foto © René Stoof

Anlässlich der Festkonzerte am 9. November 2019 in Rudolstadt und Saalfeld zum dreißigjährigen Mauerfalljubiläum trafen wir die Chorleiter Katja Bettenhausen (Oratorienchor Rudolstadt) und Andreas Marquardt (Oratorienchor Saalfeld) sowie den Chefdirigenten der Thüringer Symphoniker Oliver Weder zum Interview.

Was bedeutet den Chören und dem Orchester dieses Gemeinschaftskonzert?
Katja Bettenhausen: Es ist eine große Chance für die gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung. Nach länger zurückliegenden Kooperationen hat sich der 9. November 2019 geradezu aufgedrängt für unsere Zusammenarbeit.
Andreas Marquardt: Das gemeinsame Konzert ist für mich eine Selbstverständlichkeit mit Blick auf die friedliche Revolution vor 30 Jahren.

Was hat sich 30 Jahre nach der Wende an der Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution geändert? Feiert man das Jubiläum heute anders als noch vor zehn Jahren?
Oliver Weder: Die Überwinder der deutschen Teilung haben eine historische Wunde im Herzen Europas geschlossen. Die Nachgeborenen haben zumindest emotional keinen Zugang zum bewegenden Geist jener Tage. Die DDR ist ihnen allenfalls aus familiären Erzählungen gegenwärtig. Ich würde mir wünschen, dass wir mit Musik und Wort den Zauberfunken jener Tage nochmal für einen kurzen Moment und für alle erlebbar zum Leben erwecken.

Was sind die Themenschwerpunkte der Redner?
Oliver Weder: Wir wollen keinen Geschichtsunterricht, sondern persönliche Betroffenheit und Authentizität. Zu den Rednern gehören, wenn auch in unterschiedlicher Besetzung für Rudolstadt und Saalfeld, Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Dr. Steffen Kania, die Pastoren beider Städte, aber auch der Journalist Christoph Dieckmann.

Was sind Ihre persönlichen Erinnerungen an den 9. November 1989?
Katja Bettenhausen: Ich habe die Wende-Zeit als fast 17-Jährige in Regensburg erlebt. Schon die Ankündigung zur Ausreisemöglichkeit in Prag war ein prägendes Erlebnis. Die ganze Familie fieberte mit. Genauso auch bei den Montags-Demonstrationen. Am 9. November saßen wir vor dem Fernseher und konnten gar nicht glauben, was wir dort zu sehen bekamen. Es war ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Andreas Marquardt: Ich war acht Jahre alt, konnte es nicht begreifen. Aber die damalige Stimmung ist in mir lebendig. Wir haben unsere Furcht besiegt.

Das Interview führte Friederike Lüdde.

Informationen zum Festkonzert