Noch ein Glück

Die Lebenserinnerungen von Trude Simonsohn – Lesung zum Holocaust-Gedenktag

Trude Simonsohn wurde in Olmütz/Olomouc in der Tschechoslowakei geboren. Sie war eine leidenschaftliche Sportlerin und wollte Ärztin werden. Nach der Okkupation des Landes durch die Nazitruppen im März 1939 plante die Achtzehnjährige ihre Auswanderung nach Palästina, doch bekam sie nicht die für die Ausreise notwendigen Visa. 1942, im Jahr des Attentats auf den Reichsprotektor Heydrich, wurde sie verhaftet, kam erst ins Gefängnis in Brünn, dann ins Ghetto Theresienstadt. Dieses Konzentrationslager nördlich von Prag wurde von den Nazis genutzt, um der Weltöffentlichkeit zu zeigen, wie »human« man die Juden behandelte. Für viele Tausende war es nur die Durchgangsstation auf dem Weg in die Vernichtungslager. Auch Trude Simonsohn wurde nach Auschwitz deportiert, überlebte mit viel Glück, zog nach ihrer Befreiung durch die sowjetische Armee nach Deutschland. »Noch ein Glück«, nannte sie ihre Erinnerungen, aus denen Anne Kies und Steffen Mensching lesen.


Mitwirkende

Es lesen: Anne Kies, Steffen Mensching