2. Sinfoniekonzert

Offenbarungen – Werke von Beethoven und Cooper (Programmänderung)

Ludwig van Beethoven/Barry Cooper: 10. Sinfonie Es-Dur 1. Satz: Andante-Allegro-Andante (nach Skizzen Beethovens, revidierte Fassung 2013)
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur (1800) – Programmänderung
Ludwig van Beethoven: 5. Sinfonie c-Moll (1808)

Welche weiteren Werke besäßen wir heute von ihm, wäre Ludwig van Beethoven nicht schon mit 56 Jahren gestorben? Dieser Frage ist der britische Musikwissenschaftler und Komponist Barry Cooper nachgegangen. Bekannt war schon in den 1980er Jahren, dass Beethoven eine zehnte Sinfonie plante. Beethoven hat viele Melodieskizzen hinterlassen, aber welche seiner Ideen er bei der geplanten Sinfonie verwenden wollte, wissen wir nicht genau. Barry Cooper wählte das Material aus und stellte es zusammen. Seine Fassung aus dem Jahr 1988 ist bis heute die überzeugendste – auch gegenüber einer neuen Version, die zum Beethovenjahr 2020 mit Hilfe künstlicher Intelligenz am Computer erstellt wurde. Beethoven selbst schätzte besonders seine 5. Sinfonie, in welcher die Bewegung vom »Dunkel zum Licht« eindrücklich musikalisch dargestellt ist. Die vier Anfangstöne des ersten Satzes reichen schon, um das Werk zu erkennen, und es gibt zahllose Verwendungen von Elementen der Sinfonie in der Popmusik. »So pocht das Schicksal an die Pforte«, soll Beethovens Erklärung für das prägnante Eingangsmotiv gewesen sein. Wie viel Biografisches und Politisches in der fünften Sinfonie steckt, verraten uns Auszüge aus Briefen Beethovens, aus denen unser Intendant Steffen Mensching lesen wird. Mozarts Geist durchweht das durch liedhaft-heitere Themen und festlichen Klang bezaubernde erste Klavierkonzert Beethovens. Das Orchester nimmt dabei keineswegs nur eine langweilige Begleiterrolle ein. In Beethovens Schaffen gilt das Werk als erstes Konzert dieses Typs, der im 19. Jahrhundert Schule machen sollte.

Für die kurzfristig erkrankte Harfenistin Anaïs Gaudemard, die ursprünglich im 2. Sinfoniekonzert auftreten sollte, konnten wir den international gefragten Pianisten und Beethoven-Spezialisten Alexander Schimpf verpflichten. Er gewann u. a. den 1. Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb. Einladungen zu Klavierabenden und solistischen Auftritten mit Orchestern führten ihn in viele bedeutende Säle wie jene der Konzerthäuser in Wien und Berlin, in die Carnegie Hall in New York, den Marinskij-Konzertsaal in St. Petersburg sowie das Auditorio Nacional in Madrid.

 

 

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Stückinfos

Spielort: Saalfeld, Meininger Hof


Mitwirkende

Klavier: Alexander Schimpf
Lesung: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder

Es spielen: Thüringer Symphoniker