23.05.2023 / Theaterförderverein
Ein Punkt, der im Gegensatz zu manch anderer Wahlversammlung ziemlich rasch gelöst wurde, war vor kurzem im »Löwensaal« das Votum für den neuen Vorstand des Theaterfördervereins. Da sich alle bisherigen Vorstände bereit erklärt hatten, wieder zu kandidieren und es niemand gab, der einen – ehrenamtlichen – Platz in der Vereinsspitze beanspruchte, konnte auf Antrag offen gewählt werden. Bis auf die eigene Enthaltung stimmten alle Anwesenden für diesen neuen Vorstand, der damit auch der »alte« ist:
Dr. Thomas Krönert (Vorsitzender)
Hartmut Gerlach (1. Stellvertreter)
Claudia Henniger (2, Stellvertreterin)
Dr. Hartmut Franz (Schatzmeister),
Petra Rottschalk (Schriftführerin)
Heidemarie Förster-Stahl (Beisitzerin)
Dr. Thomas Gütter (Beisitzer).
Einstimmig lief dann auch die Wahl der beiden neuen Kassenprüfer ab. Mathias Moersch und Stephan Breidt werden in dieser Wahlperiode die Kassengeschäfte des Vereins unter die Lupe nehmen.
Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem rund dreißigminütigen Stück des Theaters. Das wurde bereits anlässlich einer Feier zum 200. Geburtstag der Sparkasse aufgeführt (die OTZ berichtete) und bekam auch von den Mitgliedern des Fördervereins viel Applaus.
Es folgte der Jahresbericht, den der Vorsitzende Dr. Thomas Krönert erstattete. Erfreulich sei, so der Redner, dass der Verein seit vier Jahren immer zwischen 241 und 245 Mitglieder habe und damit sehr stabil sei. Aber der Vorstrand werde sich natürlich auch weiter bemühen, neue Mitglieder zu werben.
Auch 2022 habe der Verein sich der Aufgabe verschrieben, Kindern, Jugendlichen und sozial schwachen Menschen Theaterbesuche zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt war die Organisation von Ausstellungen im Obergeschoss der Theaterkasse. In dieser Frage ist der Galeriebeirat, in der auch Vereinsmitgliedern aktiv sind, sehr rege.
Mit großem Interesse verfolg der Vorstand die Abstimmung über die Vergabe der »Caroline«. Die ist für die Mitglieder bis zum 03.06.23 möglich: Zur Sommertheaterpremiere am 16.06.23 wird das Geheimnis gelüftet, wer sie erhält.
Dr. Krönert ging in seinen Ausführungen noch auf den Spielzeitabschluss, das Theaterfest zur Spielzeiteröffnung, die Vorstandsarbeit und die Theaterfinanzierung ein. Er betonte, dass sich der Verein dafür stark gemacht habe, dass die Beschäftigten besser entlohnt werden. Dazu habe man Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen geführt. Der Vereinsvorsitzende wörtlich: »Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Erstmals wurde 2023 als zusätzliche Finanzierung – basierend auf dem Brandenburger Modell – eine Theater – und Orchesterpauschale im Landeshaushalt verankert, der nach einem Berechungsschlüssel, der maßgeblich durch unsere Vertreter beeinflusst wurde, voraussichtlich im Mai 2023 verteilt wird.«
Im Anschluss stellten Steffen Mensching (Intendant und Geschäftsführer), Michael Kliefert (Chefdramaturg) und Oliver Weder (Chefdirigent) den Spiel – und Konzertplan 2023/24 vor. Mathias Moersch wurde vom Versammlungsleiter gebeten, Ausführungen zum Stand der Bauarbeiten zu machen. Dem kam der Verwaltungsdirektor gern und kompetent nach.
Danach stellte Schatzmeister Dr. Hartmut Franz den Kassenbericht 2022 vor. Dagegen hatten die Kassenprüfer Reinhard Rösch und Bettina Mähne – beide kandidierten nicht noch einmal – keine grundlegenden Einwände. Diese Einschätzung führte maßgeblich zur einstimmigen Entlastung des Vorstandes.
Mit dem Schlusswort von Dr. Thomas Krönert ging eine Mitgliederversammlung zu Ende, an der immerhin 51 Mitglieder teilgenommen hatten.
Hartmut Gerlach
27.04.2022 / Theaterförderverein
Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Theater Rudolstadt e. V. am 26.04.22 haben die Anwesenden einen neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Alle 53 Stimmberechtigten votierten für Dr. Thomas Krönert. Das war auch der Vorschlag des Vorstandes.
Der 54-jährige Chirurg ist Geschäftsführer der Thüringen-Kliniken »Georgius Agricola« und tritt damit die Nachfolge von Matthias Biskupek an. Der war im April 2021 verstorben und stand seit der Gründung am 19.10.2006 an der Spitze des Vereins. Krönert, gebürtiger Sachse, wohnt seit 15 Jahren in Rudolstadt. In seinen kurzen Schlussbemerkungen sagte er, dass die Fußtapfen von Matthias Biskupek riesengroß seien. Aber er werde sein Bestes geben und für die Kultur im Land und der Region kämpfen.
Der Theaterförderverein ist mit aktuell 230 Mitgliedern, davon 13 juristischen Personen, der größte Kulturverein des Landkreises.
Nach dem Bericht des Vorstandes an die Mitglieder stellten Intendant und Geschäftsführer Steffen Mensching, Chefdramaturg Michael Kliefert und Chefdirigent Oliver Weder den Spiel – und Konzertplan 2022/23 vor. Die Vereinsmitglieder kamen somit noch vor den Medien in den Genuss der Informationen. Mensching betonte unter anderem, dass die Kontakte zwischen Theater und Förderverein gestärkt werden müssten und der kulturelle Zusammenhalt in der Gesellschaft auch angesichts von Publikumsverlusten in allen deutschen Theatern wichtiger denn je sei.
Mit großem Interesse wurden auch die Mitteilungen von Mensching zum Stand der Baumaßnahme aufgenommen. Geplant sei, so der Intendant, dass der Rohbau bis August/September 2022 stehe, danach der Innenausbau beginne und man hoffe, dass das Haus im September 2023 wieder eröffnet werde.
Der Kassenbericht, den Schatzmeister Dr. Hartmut Franz vortrug, fand bei den Kassenprüfern Zustimmung. So war der Weg frei für die Entlastung des Vorstandes.
In der Aussprache nutzten Vereinsmitglieder die Möglichkeit zu Fragen, Hinweisen, Vorschlägen und zu Kritiken.
Nach der Wahl stimmte das Gremium noch einem Vorschlag des Vorstandes zur Beitragsordnung zu. Danach sollen Schüler, Studenten und Auszubildende künftig nur einen symbolischen Preis von 1 Euro pro Jahr bezahlen. Damit wolle man junge Leute für den Verein gewinnen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig beschieden.
Hartmut Gerlach
17.09.2021 / Theaterförderverein
Wenn alle Mitglieder des Fördervereins Theater Rudolstadt e.V. zur Mitgliederversammlung am 15. September erschienen wären, hätte der Platz im Löwensaal wohl nicht ausgereicht. Denn der Verein zählt aktuell 245 Mitglieder und Petra Rottschalk, die den Rechenschaftsbericht des Vorstandes vortrug, konnte voller Stolz betonen, dass die Mitgliederzahl seit Corona weitestgehend konstant geblieben sei. Dass zur ersten Mitgliederversammlung in Präsenz nur etwa 16 Prozent anwesend waren, ist das Los vieler Vereinsversammlungen und hat wohl auch noch etwas mit der längst nicht überstandenen Pandemie zu tun.
Zu Beginn der rund eineinhalbstündigern Zusammenkunft gedachten die Anwesende ihres vor fünf Monaten verstorbenen ersten und bis dato einzigen Vorsitzenden Matthias Biskupek. Er gehörte am 19.10.2006 zu den Gründungsmitgliedern des Theaterfördervereins. Biskupek und sein letztes Buch wurden im Juni im Schillergarten geehrt und das Theater plant im Umfeld seines 71. Geburtstages am 23. Oktober ebenfalls eine Veranstaltung.
Bevor Petra Rottschalk ihre Darlegungen begann, stellten Intendant und Geschäftsführer Steffen Mensching, Chefdramaturg Michael Kliefert und der neue Konzertdramaturg Ingo Lößer den Spiel- und Konzertplan 2021/22 vor. Diese Ausführungen haben schon Tradition und wurden auch diesmal von den Anwesenden mit großem Interesse und einigen Nachfragen aufgenommen. Natürlich sparte Mensching auch den Stand zum Umbau des Theaters nicht aus.
Der Vorstandsbericht umfasst coronabedingt die Jahre 2019 und 20. In ihm verwies die Vereinsspitze auf die wichtigsten Aktivitäten wie die Verleihung der »Caroline«, die 2019 an Johannes Geißer ging und 2020 an die Kostümwerkstatt wegen der Herstellung von damals sehr knappen Masken verliehen wurde.
Ein Schwerpunkt der Arbeit des Fördervereins war die Organisation von Ausstellungen im Obergeschoss der Theaterkasse. Immerhin zehn Sammlungen wurden 2019 und 20 gezeigt. Mit Eigenmitteln beteiligte sich der Verein auch an zwei großen Konzerten in der Stadtkirche Rudolstadt und der Johanneskirche Saalfeld, die hochrangige Solistinnen und Solisten, erstklassige Redner sowie die Thüringer Symphoniker und Oratorienchöre gestalteten.
Stark gemacht habe sich, so die Berichterstatterin, der Verein auch für eine bessere Entlohnung der Beschäftigten des Theaters. Auch wenn kein Flächentarif erreicht worden sei, konnten die Gehälter spürbar nach oben angeglichen werden.
Über die Ein- und Ausgaben des Vereins erstattete Schatzmeister Dr. Hartmut Franz sehr detailliert Bericht. Da es an seiner Arbeit keinerlei Beanstandungen durch die Kassenprüfer gab, erteilten die Anwesenden dem Vorstand Entlastung für die Jahre 19/20. Die Wahl eines neuen Vorsitzenden wird erst 2021 erfolgen. Bis dahin vertreten die beiden Stellvertreter Claudia Henniger und Hartmut Gerlach den Verein laut Satzung nach außen.
Nach einer kurzen Aussprache wurde die Versammlung beendet. Schon am Samstag sind Vereinsmitglieder wieder aktiv und unterstützen das Theater beim Fest zur Eröffnung des Spieljahres 2021/22.
Hartmut Gerlach