3. Sinfoniekonzert

Musik und Mythen

Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune (1894)
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert a-Moll op. 33 (1872)
Felix Mendelssohn Bartholdy: 3. Sinfonie a-Moll op. 56,
»Schottische Sinfonie« (1842)

»Auf jeden Fall versuche ich, die gängige Musik zu vergessen, weil sie mich daran hindert, jene zu hören, die ich noch nicht kenne oder erst morgen kennen werde.« Diesen Satz schrieb Claude Debussy unter dem Pseudonym Monsieur Croche im »Mercure musical«, dem musikwissenschaftlichen Fachjournal um 1905. Als Komponist stieß der Franzose früh die Tür zur atonalen Tonwelt auf, dies aber auf eine so verträumte, lyrische Weise, dass man ihm als Zuhörer gerne folgt. Berühmt wurde Debussys Werk auch durch eine Ballettchoreografie für die Ballets Russes, jenes legendären Ensembles von Sergej Djagilew, das den modernen Tanz begründete. Im Meininger Hof wird die Besonderheit der Komposition durch die Balletttänzer Alexander Teutscher und Cristina Voce aus Berlin erlebbar. Das Paar tanzt auch für das international bekannte Staatsballett Berlin. Das Cellokonzert von Camille Saint-Saëns bricht auf andere Weise mit gängigen Hörgewohnheiten: Statt einer Einleitung durch das Orchester übernimmt nach einem Akkord sofort der Solist die Initiative. In seiner Schottischen Sinfonie entfernt sich wiederum Felix Mendelssohn Bartholdy erstaunlich weit von dem alles dominierenden Vorbild Beethovens.

Der erst 29-jährige Cellist Valentino Worlitzsch wurde beim deutschen Musikwettbewerb mit einem ersten Preis geehrt. Der Dirigent des Abends, Nicolás Pasquet dirigierte u. a. die NDR Radiophilharmonie, die Philharmoniker Hamburg und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.


Stückinfos

Spielort: Saalfeld, Meininger Hof


Mitwirkende

Violincello: Valentino Worlitzsch
Balletttänzer: Christina Voce, Alexander Teutscher
Musikalische Leitung: Nicolás Pasquet

Es spielen: Thüringer Symphoniker