2. Sinfoniekonzert

Offenbarungen – Werke von Beethoven, Cooper und Glière

Ludwig van Beethoven/Barry Cooper: 10. Sinfonie Es-Dur 1. Satz: Andante-Allegro-Andante (nach Skizzen Beethovens, revidierte Fassung 2013)
Reinhold Glière: Konzert für Harfe und Orchester op. 74 (1938) – Programmänderung
Ludwig van Beethoven: 5. Sinfonie c-Moll (1808)

Welche weiteren Werke besäßen wir heute von ihm, wäre Ludwig van Beethoven nicht schon mit 56 Jahren gestorben? Dieser Frage ist der britische Musikwissenschaftler und Komponist Barry Cooper nachgegangen. Bekannt war schon in den 1980er Jahren, dass Beethoven eine zehnte Sinfonie plante. Beethoven hat viele Melodieskizzen hinterlassen, aber welche seiner Ideen er bei der geplanten Sinfonie verwenden wollte, wissen wir nicht genau. Barry Cooper wählte das Material aus und stellte es zusammen. Seine Fassung aus dem Jahr 1988 ist bis heute die überzeugendste – auch gegenüber einer neuen Version, die zum Beethovenjahr 2020 mit Hilfe künstlicher Intelligenz am Computer erstellt wurde. Beethoven selbst schätzte besonders seine 5. Sinfonie, in welcher die Bewegung vom »Dunkel zum Licht« eindrücklich musikalisch dargestellt ist. Die vier Anfangstöne des ersten Satzes reichen schon, um das Werk zu erkennen, und es gibt zahllose Verwendungen von Elementen der Sinfonie in der Popmusik. »So pocht das Schicksal an die Pforte«, soll Beethovens Erklärung für das prägnante Eingangsmotiv gewesen sein. Wie viel Biografisches und Politisches in der fünften Sinfonie steckt, verraten uns Auszüge aus Briefen Beethovens, aus denen unser Intendant Steffen Mensching lesen wird. Das Harfenkonzert von Reinhold Glière bildet zu den Beethovenwerken einen reizvollen Kontrast. Virtuose Akkordkaskaden des Solisten rauschen über einem abgedunkelten Streicherteppich auf und nieder. Denn ganz im Geist des Impressionismus spielen die Klangfarben eine wichtigere Rolle als die thematische Entwicklung. Aber Solist und Orchester schwelgen auch in charmanten Melodien, die osteuropäischer Volksmusik abgelauscht sind.

Die junge Harfenistin Anaїs Gaudemard wurde beim ARD-Wettbewerb 2015 ausgezeichnet und ist seither eine gefragte Solistin auf den großen Bühnen Europas.

 

 

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Stückinfos

Spielort: Saalfeld, Meininger Hof


Mitwirkende

Harfe: Anaïs Gaudemard
Lesung: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder

Es spielen: Thüringer Symphoniker


Termine

Fr, 16.10.2020, 19:30 Uhr
Saalfeld, Meininger Hof
Bustransfer

Karten


Sa, 17.10.2020, 19:30 Uhr
Saalfeld, Meininger Hof
Bustransfer

Karten


So, 18.10.2020, 18:00 Uhr
Saalfeld, Meininger Hof

Karten