Musikalischer Osterspaziergang

Festliches aus der Barockzeit

Johann Baptist Vanhal: Sinfonie g-Moll (1774)
Carl Heinrich Graun: Cembalokonzert c-Moll (1766)
Antonio Vivaldi: »Le Quattro Stagioni« — Die vier Jahreszeiten op. 8 (1720–1725)

»Der Frühling ist gekommen, und festlich begrüßen ihn die Vögel mit frohem Gesang«, heißt es in dem Gedicht aus den »Vier Jahreszeiten«, das Antonio Vivaldi in seiner vierteiligen omposition dem »Frühling« voranstellte. Mit fröhlich-zirpenden Trillern lädt die Solovioline zum Singen ein. Doch nicht nur die Vögel, sondern auch tanzende Nymphen und Hirten feiern das Ende des Winters. Mit seiner mitreißenden Naturschilderung aller vier Jahreszeiten schuf der Violin-Virtuose Vivaldi für viele Hörer das »Lieblingsstück« des musikalischen Barock. Ein hervorragender Geiger war auch der aus Ostböhmen stammende Musiker Johann Baptist Vaˇnhal. Neben seiner Kompositionstätigkeit traf er sich mit Größen wie Mozart, Haydn und Dittersdorf zur Kammermusik. Vaˇnhal hinterließ ein respektables Œuvre, darunter über 70 Sinfonien. Seine kammermusikalischen Qualitäten machen sich in seiner populärsten Sinfonie in g-Moll eindrucksvoll bemerkbar. Carl Heinrich Graun besuchte als Kind die Dresdner Kreuzschule, wo er durch seine wohlklingende Stimme auffiel. Der preußische König Friedrich II. ernannte ihn 1741 zu seinem Kapellmeister und beauftragte ihn mit der Errichtung einer Oper in Berlin. So prägte Graun die Form der italienischen »Opera seria« in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neben Größen wie Vivaldi und Scarlatti maßgeblich mit. Seine Instrumentalwerke, darunter alleine 30 Cembalokonzerte, gehören zu den absoluten Raritäten im Konzertsaal.

Die estländische Geigerin und Konzertmeisterin des »Estonian National Symphony Orchestra«, Triin Ruubel, gab in der Spielzeit 2017/18 ihr Debüt in der Berliner Philharmonie und lässt zu Ostern in Rudolstadt Vivaldis legendäres Werk erklingen — und den Frühling erwachen. Russische


Mitwirkende

Violine: Triin Ruubel
Musikalische Leitung: Oliver Weder


Termine

So, 21.04.2019, 18:00 Uhr
Rudolstadt, Theater im Stadthaus

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