Musikalischer Osterspaziergang

Festliches Orchesterkonzert mit romantischen Frühlingsmelodien

Edvard Grieg: Peer-Gynt-Suiten Nr. 1 & 2 (1888/1891)
Carl Reinecke: Harfenkonzert e-Moll op. 182 (1884)
Georges Bizet: L’Arlésienne-Suiten Nr. 1 & 2 (1872/1879)

»Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick«, heißt es im Osterspaziergang der Faust-Tragödie. Stimmungsvolle Bilder, die Goethe mit Worten schuf, erzeugte Edvard Grieg mit Tönen. In seinen Kompositionen zu »Peer Gynt« beschwor er mit romantischen Klängen den Frühling herauf. Nicht nur »Die Morgenstimmung« und »Solveijgs Lied«, auch andere Themen der Suiten wurden später in zahlreichen Filmen und Songs zitiert. Mit einem solchen Nachklang seiner Musik hatte der Komponist nicht gerechnet: »Die Vermehrung meiner Werke durch Arrangements fängt jetzt an, unheimlich zu werden. Ich vermisse nur noch die Peer-Gynt-Suite für Flöte und Posaune. Von der unerreichbaren Popularität der Drehorgel will ich gar nicht reden«, schrieb er einem Freund. Einen ähnlichen Coup landete Georges Bizet mit seinen »L’Arlésienne«-Suiten. 1872 erhielt er den Auftrag, eine Bühnenmusik für die gleichnamige Tragödie von Alphonse Daudets zu komponieren. Das Stück spielt im bäuerlichen Milieu der Provence. Und der Direktor des Pariser »Theatre du Vaudeville«, Léon Carvalho, kannte Bizets Leidenschaft für die südfranzösische Landschaft.

Mit einem romantischen, hochvirtuosen Harfenkonzert des langjährigen Gewandhauskapellmeisters Carl Reinecke stellt sich Emily Hoile dem Publikum vor. Die junge Britin, Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, spielte bereits mit Orchestern wie den Berliner und Münchner Philharmonikern.

Foto: Shutterstock.com/Shpak Maksim


Mitwirkende

Musikalische Leitung: Oliver Weder

Harfe: Emily Hoile: