Madama Butterfly

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Nach John Luther Long und David Belasco

Halbszenische Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln – In Kooperation mit dem Theater Nordhausen

Ihre Hoffnung auf ein besseres Leben ist groß: Die junge Geisha Cio-Cio- San, genannt »Butterfly«, liebt den Marineleutnant Pinkerton hingebungsvoll und möchte mit ihm in die USA ziehen. Dafür wagt sie den Bruch mit ihrer Familie und ihrer Religion: Sie tritt zum Glauben ihres Liebhabers über und heiratet ihn. Was für Pinkerton lediglich ein amouröses Abenteuer ist, stellt für Butterfly die einzige Möglichkeit dar, ihrer festen Rolle in der japanischen Gesellschaft zu entkommen. Als Pinkerton kurz darauf in die USA zurückberufen wird, wartet sie drei Jahre lang mit dem gemeinsamen Kind, das sie nach seiner Abreise geboren hat. Der Offizier kehrt nach Nagasaki zurück, aber nicht ihretwegen, sondern weil er mit seiner amerikanischen Ehefrau den Sohn in die USA mitnehmen möchte. Aller Hoffnung beraubt, ersticht sich Butterfly.

»Die empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe.« – Giacomo Puccini gelang mit seiner Tragedia giapponese ein einfühlsames Frauenporträt, das bis heute tief berührt. Es entstand in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, der letzten Hochphase des Kolonialismus. Um die fremde Kultur glaubhaft wiedergeben zu können, hatte Puccini japanische Musik studiert, sich mit Volksliedern des fernöstlichen Landes beschäftigt und die Bekanntschaft mit in Europa lebenden Japanern gesucht. »Madama Butterfly« war ihm sein bestes und modernstes Werk.


Trailer


Stückinfos

Premiere: 04.04.2020
Spielort: Saalfeld, Meininger Hof


Mitwirkende

Musikalische Leitung: Oliver Weder
Szenische Einrichtung: Anette Leistenschneider
Bühne: Wolfgang Kurima Rauschning
Video und Projektionen: Wolfgang Kurima Rauschning, Ronald Winter
Kostüme: Birte Wallbaum
Choreinstudierung: Markus Fischer
Dramaturgie: Juliane Hirschmann

Cio-Cio-San, genannt Butterfly: Hye Won Nam
Suzuki, Dienerin Cio-Cio-Sans: Carolin Schumann
Kate Pinkerton: Katharina Blum
F.B. Pinkerton, Leutnant in der Marine der USA: Kyounghan Seo
Sharpless, Konsul der USA in Nagasaki: Jaco Venter
Goro, Nakodo: Marian Kalus
Der Fürst Yamadori: Philipp Franke
Der Onkel Priester (Bonze): Hyun Min Kim
Yakusidé, Onkel Cio-Cio-Sans : Yavor Genchev
Der kaiserliche Kommissar (Commissario): Jung-Uk Oh
Der Standesbeamte (Ufficiale): Si-Young Lee
Die Mutter: Darja Panteleit
Die Tante: Anett Wernicke
Die Cousine: Hyunsun Park
Die Kinder: Moritz Mensching, Polly Querengässer