Johannes Frohnsdorf

Johannes Frohnsdorf wurde 1982 in Dessau geboren, wo es auch zu ersten Theaterbesuchen kam. Mit fünf Jahren fiel er im Weihnachtsmärchen durch empörtes Zwischenrufen (“Menno! Einer muss doch mal die Polizei holen”) auf. Das Urvertrauen in die Exekutivgewalt verlor sich im Laufe der Jahre, das leidenschaftliche Verhältnis zu allem Bühnengeschehen blieb. Klassischer Gesangsunterricht führte zur Mitwirkung an ersten Theaterprojekten. Nach dem Abitur folgte ein Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Leipzig. Parallel dazu nahm Johannes Frohnsdorf Unterricht in Harmonielehre und Tonsatz bei Günther Eisenhardt und absolvierte eine Ausbildung zum theaterpädagogischen Spielleiter. Während des Studiums kam es zu Regieassistenzen in Meiningen, Dessau, Andechs, Maßbach sowie zu Projekten mit zwei eigenen Theatergruppen. Nach erfolgreichem Studienabschluss nahm Johannes Frohnsdorf ein Festengagement als Dramaturgieassistent am Theater der Stadt Aalen an. Zwei Jahre später wechselte er an das Theater Heilbronn. Seit 2014 arbeitet er am Thüringer Landestheater Rudolstadt als Dramaturg. Hier betreute er über fünfundzwanzig Inszenierungen und erarbeitete 2016 für das Große Haus die Szenischen Lesung »Auch Deutsche unter den Opfern« zum NSU-Komplex. Im Oktober 2018 kam der Liederabend »Schnucki, ach Schnucki« nach einer Idee von Steffen Mensching heraus, bei dem Johannes Frohnsdorf Regie führte und das Buch entwickelte.