Der Vorname

Stück von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Aus dem Französischen von Georg Holzer
Premiere am 7. Oktober 2017, Theater im Stadthaus

Es gibt Momente, in denen hat Harmonie etwas Provozierendes. Vielleicht weil man fühlt, dass unter der glatten Oberfläche Abgründiges schlummert. Literaturprofessor Pierre und seine Frau Elisabeth haben zu einem kleinen Dinner geladen: arabische Spezialitäten, ein schöner Rotwein, gepflegter Small Talk. Neben Charles, einem alten Freund, kommt auch Elisabeths Bruder Vincent, der bald zum ersten Mal Vater wird. Mit frechen Sprüchen und ironischen Anspielungen drängt er in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Als er dann auch noch verkündet, dass sein Sohn »Adolphe« heißen soll, schlägt die Stimmung um. Darf man seinem Kind den Vornamen von Hitler geben? Aus der Konversation, die bemüht ist, keinem zu nahe zu treten, wird ein heftiger Schlagabtausch, der alle erfasst. Grenzen des Sagbaren werden überschritten und verschoben, und so bricht vieles auf, was im Namen von Freundschaft und Liebe jahrelang unter den Teppich gekehrt wurde: heimlicher Neid, unbewältigte Verletzungen, hartnäckige Vorurteile. Als Charles schließlich ein delikates Geheimnis über Elisabeths Mutter ans Licht bringt, kommt es zur Eskalation, und die gutsituierte Abendgesellschaft wirft alle Toleranz über Bord …

Die bissige Gesellschaftskomödie »Der Vorname« wurde 2010 in Paris uraufgeführt. Sie entwickelte sich zum größten Presse- und Publikumserfolg der gesamten Spielzeit. Den beiden Autoren, Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, brachte ihr unterhaltsames Debütstück eine Nominierung für den Prix Molière, eine der höchsten literarischen Auszeichnungen in Frankreich.

Wir danken der Papierfabrik Adolf Jass Schwarza GmbH  für die Unterstützung im Rahmen ihrer Stückpatenschaft.

Spieldauer: 1h 30 | keine Pause

Fotos: Lisa Stern


Stückinfos

Premiere: 07.10.2017


Mitwirkende

Bühne und Kostüme: Sandra Hauser
Regie: Markus Fennert
Dramaturgie: Andrea Marggraf

Elisabeth Geraud-Larchet: Beate Furcht
Pierre Garaud, Elisabeths Mann: Felix Voigt
Claude Gatignol, Elisabeths Jugendfreund: Benjamin Griebel
Vincent Larchet, Elisabeths Bruder, Pierres Jugendfreund: Christian Dräger
Anna Caravati, Vincents Lebensgefährtin: Susan Ihlenfeld