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Iphigenie auf Tauris

Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe
Premiere am 12. Mai 2018, Theater im Stadthaus

 

Die Sehnsucht nach ihrer Heimat Griechenland ist groß. Selbst Kind einer fluchbeladenen Familie und dem Opfertod nur knapp entkommen, hat Iphigenie den taurischen König Thoas dazu gebracht, den barbarischen Opferkult auszusetzen, bei dem jeder Fremde, der auf der Insel strandet, getötet wird. Dennoch, die Lage bleibt angespannt. Als sie den Heiratswunsch des Herrschers zurückweist, demonstriert der seine Macht und revidiert seinen früheren Erlass. Die Folge: Umgehend soll für die Göttin Diana das Blut zweier Neuankömmlinge fließen. Der eine ist ausgerechnet ihr leiblicher Bruder Orest, der andere dessen Freund Pylades. Apollon versprach dem für seinen Muttermord von den Erinnyen verfolgten Orest inneren Frieden, wenn er eine taurische Göttinnen-Statue raubt. Doch Iphigenie ist unfähig zu Lüge und Betrug. Sie offenbart Thoas den Anschlagsplan und bringt dadurch sich und die beiden Gefährten in Gefahr. Am Ende gelingt der jungen Frau das scheinbar Unmögliche: Von der Kraft ihrer Worte und tiefen Gefühle bewegt, lässt der König alle drei in ihre Heimat zurückkehren.

1779 in einer Prosafassung uraufgeführt, acht Jahre später auf der Italienreise in Blankverse gefasst, steht »Iphigenie auf Tauris« am Beginn der Weimarer Klassik. Goethe bezeichnete sein Stück selbstkritisch als »verteufelt human«. Er wusste um die Abgründe, die hinter seinem versöhnlichen Schluss lauern. Trotzdem hielt er die idealistische Haltung seiner Heldin für unverzichtbar.


Regie  Maya Fanke
Bühne und Kostüme  Isabel Graf

Weitere Termine:
Sa, 12.05.2018 / 19:30 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Fr, 18.05.2018 / 19:30 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
So, 03.06.2018 / 15:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus