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Antigone

Tragödie von Sophokles
Premiere am 1. Mai 2010, Großes Haus


Der Krieg um Theben ist zu Ende. Der neue Mann an der Staatsspitze, Kreon, will der Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen seiner Autorität geben. Ein Dekret bestimmt, wie mit den toten Söhnen des Ödipus zu verfahren sei. Eteokles, der Verteidiger der Stadt, darf feierlich beerdigt werden, während Polyneikes, der Angreifer, zur Abschreckung den Vögeln und Hunden zum Fraß dienen soll. Antigone, die Schwester, widersetzt sich der Geste der Macht. Sie fordert auch für den Bruder, der zum Feind wurde, die letzte Ehre. Indem sie trotzig auf der Existenz von Werten jenseits der Staatsräson beharrt, riskiert sie Verfolgung und Tod. Eine Spirale von Gewalt und Zerstörung kommt in Gang.

Der Antigone-Mythos ist einer der bekanntesten der griechischen Antike. Die ewige Aktualität der autonomen Überzeugungstäterin beweist die Vielzahl von Neubearbeitungen und Umdichtungen des Sagenstoffes. Mit seiner 442 v. Chr. geschriebenen Tragödie schuf Sophokles nicht nur einen der wichtigsten Texte unseres philosophischen, literarischen und politischen Bewusstseins, sondern zugleich eine der faszinierendsten Frauenfiguren der Theatergeschichte.


Gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Vor den Vorstellungen zeigen wir im Foyer eine Videomontage zum Thema "Was ist Gerechtigkeit - heute?". Dazu wurden der Bürgerchor aus der Region in einem Interview befragt (Redaktion: Matthias Spaniel; Ton und Schnitt: Andreas Demuth).

Chor aus Bürgern der Region: Ciarán Bürmann, Felix Geißler, Dietrich Höhne, Robert Kühne, Gunter Linke, Wolfgang Risse, Heiko Röber und Paul Wolff


Regie:  Sven Miller
Bühne und Kostüme:  Kristina Siegel
Komposition und musikalische Einstudierung:  Albrecht Ziepert, Rafael Stachowiak

Kritiken